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Manager-Stress weltweit auf dem Vormarsch

Beinahe alle Unternehmen der industrialisierten Welt sind von hohen Stresswerten ihrer leitenden Mitarbeiter betroffen - Manager arbeiten durchschnittlich 50 Stunden pro Woche und verbringen 6 Stunden im Pendelverkehr.

Die Mühlenhoff + Partner Managementberatung legt in diesen Tagen die erste weltweit durchgeführte Internetstudie zumThema "Work-Life-Balance" vor.

Die Studie, in Auftrag gegeben vom Unternehmensverbund Arbora Global Career Partners, untersucht, wie Führungskräfte aus über 1.000 Unternehmen die Ausgewogenheit zwischen ihrem Berufsleben und ihrem Privatleben einschätzen. Das Besondere der vorgelegten Analyse ist die Betrachtung des Themas aus zwei Perspektiven - befragt wurden zum einen Führungskräfte und zum anderen Personalleiter. Zielsetzung war es, herauszufinden, wie gestresst Manager heute sind und inwieweit dieser Stress ihr Leben beeinflusst. Von den Human Resources Managern wollte man erfahren, welche Einstellung sie zum Work-Life-Balance Dilemma haben. Sehen sie in der flexibleren Gestaltung des Arbeitsprozesses eine Chance für Manager UND Unternehmen oder sehen sie in ihr eine Sozialleistung gegenüber den Angestellten?

Im Ergebnis arbeiten Manager durchschnittlich 51,7 Stunden plus 6 Stunden Pendelverkehr, Managerinnen 47,5 Stunden pro Woche. Ihren durchschnittlichen Stresswert beziffern die Manager mit 5.86 auf einer Skala 0-10, wobei CEOs/General Manager die höchsten Werte erzielen. Der erlebte Stresswert nimmt von Jahr zu Jahr zu, betrifft den beruflichen Alltag und ist nicht etwa auf besondere Umstände zurückzuführen. Er beeinflusst die Lebensqualität und das Familienleben negativ, wobei der Freizeitverlust als größte Beeinträchtigung empfunden wird. Insbesondere Manager mit Kindern fühlen sich überlastet. Ein Drittel der Manager würde mehr Freizeit einem höheren Gehalt vorziehen. Manager verfehlen die Ausgewogenheit von Berufs- und Privatleben auf einer Skala von 0-10 mit 4.8, Managerinnen mit 5.1.

Für die Human Resources Manager ergibt sich ein leicht höherer Stresswert, sie bewerten ihre Belastung mit 6.3 auf der Skala von 0-10. Die überwiegende Mehrheit der Human Resources Manager ist der Meinung, dass Mitarbeiter mit einem ausgewogenen Verhältnis von Berufs- und Privatleben die besten sind und dass flexible Arbeitsarrangements ohne Effizienzverlust möglich sind. Sie sind überzeugt davon, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter beim Optimieren ihrer Work-Life-Balance unterstützen sollten und dass auch das Unternehmen selbst von einer solchen Verbesserung profitiere.

Bei Betrachtung der Aussagen im geografischen Zusammenhang ergeben sich drei Typen von Unternehmen:

Südeuropäische, insbesondere spanische Firmen erscheinen hierarchie-orientiert, mit einer Organisationsform, die ihren Mitarbeitern wenig Flexibilität einräumt und ein ausgewogenes Verhältnis von Berufs- und Privatleben kaum zulässt.

Firmen in den USA und Nordeuropa (Finnland, Norwegen, Schweden) können als mitarbeiterorientiert bezeichnet werden. Sie bieten ihren Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und bestätigen, dass die erreichten Stresswerte niedriger sind als im Vorjahr.

Der dritte Firmentyp, angesiedelt zumeist in Zentraleuropa und Japan, Singapur, Australien, liegt mit seiner Organisationsform zwischen den beiden zuvor beschriebenen und lässt sich als ergebnisorientiert einstufen.

Erhoben wurden die vorliegenden Daten mit Hilfe zweier unterschiedlicher elek-tronischer Fragebögen, die unter der Adresse work-and-life-balance.com in das Internet gestellt und den Teilnehmern in Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch zugänglich gemacht wurden. Die Bögen sind nach dem Multiple-Choice-Prinzip aufgebaut und geben Aufschluss sowohl über die demografischen und beruflichen Profile der Befragten als auch über die Firmen, in denen sie arbeiten. Zur Auswertung kamen 2216 gültige Fragebögen, 1267 von Führungskräften und 949 von Personalleitern. Es beteiligten sich an der Umfrage Manager aus 4 Kontinenten. Die Geschlechterverteilung ist 60% (männl.) zu 40% (weibl.), bei den Human Resources Managern 50% zu 50%. Das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren. Über die Hälfte der Befragten arbeiten für internationale Unternehmen und 80% leben in einer Partnerschaft, 60% haben Kinder.

Im Ergebnis bestätigt die Work-Life-Balance Studie von Mühlenhoff + Partner die Erkenntnis, dass im Spannungsfeld Berufs- und Privatleben eine zentrale Problemstellung der modernen Unternehmens- und Personalführung liegt und zeigt Lösungsansätze auf.

Die vollständige Studie, die eine Vielzahl von interessanten und detaillierten Fakten aus diesem aktuellen Problemkreis enthält, können Sie hier downloaden oder über das Kontaktformular sowie telefonisch unter +49 211 5 58 67 60 anfordern.

   
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