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Wenn der Headhunter anruft

Bei aller Begeisterung:Fragen Sie sich ernsthaft, ob Sie der Richtige sind.

Abendblatt: Die Konjunktur zieht an, Unternehmen fehlen Fachund Führungskräfte. 2006 erhielten die Personalberater 58 000 Suchaufträge, so viele wie seit Jahren nicht mehr, meldet der Berufsverband BDU. Sind die Chancen für einen Jobwechsel so gut wie lange nicht mehr? Ruft jetzt der Headhunter öfter an?

Herbert Mühlenhoff: Ähnlich wie in der Boomzeit von 1999 bis 2001 bekommen Mitarbeiter derzeit häufiger Anfragen von Personalberatern. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man schneller Karriere macht. Auch wenn Firmen mehr Personal suchen, bleiben die Anforderungen an denjenigen, der ins Jobprofil passen muss, unverändert hoch.

Abendblatt: Wenn ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz wechseln möchte, ist er denn dann gut beraten, von sich aus einen Personalberater zu kontaktieren?

Herbert Mühlenhoff: Es ist ein fundamentaler Irrtum zu glauben, Personalberater würden die Interessen des Stellensuchenden vertreten. Wer einen Headhunter bei seiner Jobsuche anspricht, muss berücksichtigen, dass dieser im konkreten Auftrag von Unternehmen arbeitet. Die Stellensuche über Personalberater setzt also voraus, genau zu wissen, welche Funktion man sucht und in welchem Maße man über Vorteile gegenüber anderen Bewerbern hinsichtlich Ausbildung, Stringenz in der Karriereentwicklung und demografischer Aspekte verfügt.

Abendblatt: Ist das Angebot eines Personalberaters nicht auch ein gutes Mittel, um seinen Marktwert zu testen?

Herbert Mühlenhoff: Eine solche Haltung verärgert verständlicherweise die Personalberater. Langfristig − für den Fall eines späteren ernsthaften Wechselwillens − schadet man sich mit diesem Verhalten.

Abendblatt: Wie läuft das ab, wenn der Headhunter anruft?

Herbert Mühlenhoff: In der Regel wird der Angerufene nicht offen gefragt, sondern verklausuliert, etwa: „Kennen Sie als kompetenter Ansprechpartner eine Person, die für die Aufgabe XY geeignet ist?“ Hier hat jeder die Möglichkeit, auf sich selbst zu verweisen, was auch häufig die gewünschte Antwort ist. Idealerweise lässt sich der Angerufene die Kontaktdaten des Personalberaters geben und vereinbart einen Rückruf. So kann er über den Berater und die Größe des Beratungsunternehmens Informationen einholen.

Abendblatt: Wie detailliert kennt ein Personalberater die zu besetzende Stelle?

Herbert Mühlenhoff: In der Praxis erlebt man häufig, dass die Personalberater ein sehr genaues Briefing haben, aber nicht prüfen, ob es auch stimmig ist. Beispielsweise sucht ein Unternehmen eine entscheidungs- und innovationsfreudige Führungskraft, aber in der Realität ist die Unternehmenskultur damit überfordert. Letztlich müssen die Interessierten selbst versuchen, zusätzliche Informationen zu recherchieren.

Abendblatt: Wie sicher hat man die Stelle, wenn man zu einem Vorstellungsgespräch beim beauftragenden Unternehmen eingeladen ist?

Herbert Mühlenhoff: In der Regel müssen Personalberater drei gleich qualifizierte Bewerber vorstellen. Wenn der Arbeitsmarkt leerer ist, werden auch mal „Zähl-Kandidaten“ eingeladen. Der Bewerber sollte sich deshalb selbst fragen, ob er sich als Positionsinhaber sieht. Die Selbstreflexion ob eine Passung zwischen eigenem Anspruch und dem der Organisation gegeben ist, bleibt oft hinter der Begeisterung für eine neue Aufgabe zurück. Daher ist anzuraten, mehr Geduld bei der Karriereentwicklung zu haben und Angebote zu hinterfragen − gerade in Zeiten, in denen an bestimmten Qualifikationen Mangel herrscht und der Headhunter häufiger anklingelt.

Interview: BARBARA KLATT

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