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Wer braucht im boomenden Arbeitsmarkt Newplacement?

Herbert Mühlenhoff, Geschäftsführer der Mühlenhoff Managementberatung GmbH

Düsseldorf, Juli 2018

Wer braucht im boomenden Arbeitsmarkt Newplacement?

Eine neue Position zu finden, ist heutzutage relativ leicht, sofern Bewerber eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen Ausbildung, Berufsweg, Selbsteinschätzung, Motivation sowie demografische und räumliche Bedingungen. Neben der konjunkturellen Situation ist ein Grund hierfür die Markttransparenz, die durch die zunehmende Digitalisierung gegeben ist. Schwerer wird es allerdings für diejenigen, die sich grundsätzlich neu aufstellen wollen oder die gerade die zuvor beschriebenen Voraussetzungen nicht in vollem Maße mitbringen – und dies sind rund 75 Prozent aller Arbeitssuchenden.

Auf den ersten Blick vermittelt der gute Arbeitsmarkt den Eindruck, als könnte jede Fach- und Führungskraft von heute auf morgen einen neuen Job besetzen. Im ersten Quartal 2018 gab es bundesweit knapp 1,2 Millionen unbesetzte Arbeitsplätze laut der jüngsten Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Vom IT-Experten, Ingenieur und kaufmännischen Dienstleister bis zum Industriefacharbeiter bieten Unternehmen Positionen in allen Hierarchieebenen an.
Doch in der Realität profitieren nicht alle Professionals, die eine neue Position suchen, von dieser Situation. Auf einem Arbeitsmarkt, in dem das Angebot größer als die Nachfrage ist, gehen zwar viele davon aus, dass sie ihre Wunschposition „frei Haus geliefert“ bekommen, aber in der Praxis funktioniert diese Vorstellung nicht.
Beispiele für Faktoren, die einen negativen Einfluss auf eine schnelle Stellenbesetzung haben können:

  • Bewerber mit glatten Lebensläufen haben einen deutlich leichteren Marktzugang als diejenigen, die nicht dem Idealprofil der zu besetzenden Stelle entsprechen.  Wer die Nachweise für  Projekterfolge nicht erbringen kann oder wer als Quereinsteiger seine Fähigkeiten und Kenntnisse über verschiedene Berufsstationen gewonnen hat, der steht vor ungleich größeren Problemen bei der Karrierefortsetzung.
  • Bewerber können fachlich zu hundert Prozent geeignet sein, doch der potenzielle Arbeitgeber vermisst im Karriereverlauf eine Dynamik, die eine deutliche berufliche Entwicklung aufweist.
  • Bewerber, die zwar Erfahrung als Projektleiter aber keine als Linienführungskraft im Lebenslauf vorweisen können, werden für Führungsfunktionen oft nicht als hinreichend erfahren erachtet.
  • Für Arbeitnehmer ab dem 50. Lebensjahr ist je nach Branche und Position der Weg in eine neue Anschlussbeschäftigung deutlich erschwert – auch weil Unternehmen Vorbehalte gegenüber Älteren haben. 
  • Eine sehr lange Betriebszugehörigkeit schließt in der Regel die Erfahrungen in anderen Märkten aus und kann daher zu einem schwierigeren und längeren Bewerbungsprozess führen, insbesondere bei einem angestrebten Branchenwechsel.
  • Eine sehr lange Betriebszugehörigkeit lässt außerdem einen hohen Spezialisierungsgrad und eine Routiniertheit vermuten, lädt aber nicht auf Lernfähigkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
  • Arbeitnehmern, die in ihrer letzten Position länger als  zehn Jahre beschäftigt waren, fehlen häufig Impulse und das Know-how, um der Karriere den Schub in die gewünschte Richtung zu geben. Zudem ist das Wissen für eine erfolgreiche Bewerbungsstrategie und -kampagne nicht vorhanden.

Neustarter profitieren von Begleitung in den Arbeitsmarkt

Vor diesem Hintergrund sind Unternehmen, die sich von Mitarbeitern trennen müssen, daran interessiert, den Betroffenen im Rahmen einer Newplacement-Beratung eine möglichst sichere und schnellere Neuplatzierung zu ermöglichen. 
Die Erfahrung der Karriere-Coaches der Mühlenhoff Managementberatung zeigt, dass sowohl in starken als auch in schwachen Konjunkturzyklen Fach- und Führungskräfte durch eine individuelle Karriereberatung  von Wettbewerbsvorteilen auf dem Arbeitsmarkt profitieren. Denn die erfolgreiche Fortsetzung einer Karriere setzt voraus, dass Professionals die eigenen beruflichen Ziele genau kennen und ihr Kompetenzprofil exakt beschreiben können – auch unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des potenziellen neuen Arbeitgebers. Dies gelingt ihnen häufig nicht alleine. Auch viele Netzwerkkontakte führen nicht ohne weiteres zu einer passenden Position, denn die Anforderungen der Arbeitgeber bleiben die gleichen.
In der Folge zeigt sich, dass Stellensuchende zu viele und erfolglose Bewerbungsversuche starten und ihre Karriere erst mit langer Verzögerung fortsetzen oder mit großen Kompromissen eine Position unter ihren Erwartungen  annehmen.
Meine Kollegen und ich begleiten Menschen im Prozess der beruflichen Neuorientierung: 

  • Bei einer beruflichen Standortbestimmung erstellen wir zusammen mit dem Klienten sein  Kompetenzprofil und unterstützen ihn bei der Entwicklung des individuellen Karriereziels.
  • Auf dieser Grundlage legen wir eine maßgeschneiderte Bewerbungsstrategie fest, angefangen bei der Recherche und Analyse des Stellenmarktes bis zur Abstimmung einer Bewerbungskampagne und marktwirksamer Bewerbungsanschreiben.
  • Wir verfügen über fundierte Arbeitsmarkt- und Branchenkenntnisse, sodass wir auch die Chancen eines Branchenwechsels sicher beurteilen können.
  • Unternehmen erwarten neben einer glaubwürdigen Begründung der beruflichen Zielsetzung und einer genauen Beschreibung des Erfahrungshintergrunds auch eine Begründung, warum ein Bewerber der passende für die ausgeschriebene Stelle ist. Gemeinsam mit dem Bewerber erarbeiten wir eine Argumentationskette.
  • Auch die Integration am neuen Arbeitsplatz ist konsequent auf die Bedürfnisse der Klienten ausgerichtet. Die Integration von älteren Mitarbeitern wird durch ein strukturiertes Onboarding-Programm deutlich optimiert. 

Fazit

Je besser der Bewerbungsprozess vorbereitet ist, umso leichter gelingt der Sprung auf die Wunschposition. Die Neupositionierung mit einer Karriereberatung funktioniert in der Regel schneller, sicherer und komfortabler als ohne.

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