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Personalabbau realisieren mit Freiwilligenprogramm

Herbert Mühlenhoff, Geschäftsführer der Mühlenhoff Managementberatung GmbH

Düsseldorf, Mai 2018

PERSONALABBAU REALISIEREN MIT FREIWILLIGENPROGRAMM

Unternehmen, die sich im Zuge des digitalen Wandels strategisch neu ausrichten, stehen vor der Herausforderung eines qualitativen Personalaustauschs. Dieser Change-Prozess erfordert ein passendes Vorgehen: Der Personalumbau muss so umgesetzt werden, dass sowohl die verbleibenden Mitarbeiter als auch diejenigen, mit denen man in der Zukunft nicht mehr rechnet, die Unternehmensentscheidung nachvollziehen können und den Prozess als professionell und fair gemanagt erleben. Freiwilligenprogramme, die eine Orientierungs- und Outplacementberatung einschließen, haben sich als erfolgreiches Instrument bewährt.

Gelangen Unternehmen zur Entscheidung, Geschäftsfelder aufzugeben, Prozesse zu verschlanken oder sich auf die Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen zu fokussieren, hat dies Folgen für den Personalkörper. Beim Aufstellen neuer Geschäftsbereiche kann sich herausstellen, dass bestimmte Prozesse mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht zu bewältigen sind. Ein qualitativer Personalaustausch ist erforderlich. Gerade in dieser betrieblichen Situation stehen Arbeitgeber vor der Herausforderung, die negativen Folgen eines Change-Prozesses zu minimieren.

EINVERNEHMLICHE AUFHEBUNGSVERTRÄGE

Bei veränderten Geschäftsperspektiven erfolgt heute die Anpassung der Belegschaft in der Mehrzahl nicht mehr über Kündigungen, sondern über einvernehmliche Aufhebungsverträge. Bei diesem Vorgehen behält sich der Arbeitgeber vor, bestimmten  Mitarbeitern oder Mitarbeitergruppen ein Angebot für einen Aufhebungsvertrag anzubieten. Der angesprochene Mitarbeiter kann sich frei entscheiden, ob er das Angebot eines Aufhebungsvertrags annimmt oder nicht – ob er im Unternehmen in einer anderen Rolle oder Funktion verbleiben möchte oder ob er seine beruflichen Optionen außerhalb des Unternehmens wahrnehmen will.

ORIENTIERUNGSBERATUNG

Unsere Erfahrung zeigt, dass dieses Prinzip der doppelten Freiwilligkeit besonders erfolgreich ist, wenn Arbeitgeber den ausgewählten Mitarbeitern in ihrer Entscheidungsphase eine professionelle Orientierungsberatung anbieten.

  • Für die Beschäftigten ist diese Situation, in der sie die Entscheidung über „Bleiben“ oder „Gehen“ treffen sollen, in der Regel hochemotional besetzt. Unabhängige und professionelle Career-Coaches helfen den Beschäftigten zu beurteilen, ob sie ihre Karriere bei einem anderen Arbeitgeber fortsetzen möchten oder ob sie es vorziehen, in der unsicheren Unternehmenssituation zu verbleiben.  Die Beratung qualifiziert Mitarbeiter einzuschätzen, wie ihre Chancen für eine Karriere außerhalb des Unternehmens stehen.
    Gute Marktkenntnisse des  Career-Coaches unterstützen sie dabei, die eigene Situation realistisch zu bewerten und zu erkennen, welche beruflichen Perspektiven sich eröffnen. Zudem sind die Berater nicht nur mit dem Arbeitsmarkt sowie mit Positions- und Funktionsanforderungen vertraut, sondern haben auch Kenntnisse der jeweiligen Branche – und können Alternativen, die in einem Branchenwechsel liegen, sicher beurteilen.
  • Eine wichtige Voraussetzung im Prozess der selbstverantwortlichen Zukunftsplanung ist die ergebnisoffene Beratung. Seriöse Berater sind diesem ethischen Standard verpflichtet. Diese Situation verlangt von ihnen eine außerordentliche Verantwortung und Qualifikation. Sie benötigen zusätzliche Kompetenzen in der Begleitung von persönlichen Veränderungssituationen und in der Unterstützung von individuellen Prozessen der Entscheidungsfindung.

OUTPLACEMENT - BERATUNG

Entscheiden sich Mitarbeiter, ihre Karriere außerhalb des Unternehmens fortzusetzen, ergänzen Unternehmen ihr Freiwilligenprogramm um eine Outplacement-Beratung, damit die berufliche Neupositionierung zügig realisiert wird.

  • Dabei sollte derjenige Berater, der in der Orientierungsphase seine  Markteinschätzungen abgegeben hat, auch in der Outplacement-Beratung in die Pflicht genommen werden, um seine Prognosen zu bestätigen.
  • Die Outplacement-Beratung schafft die Voraussetzungen für eine hohe Platzierungssicherheit für diejenigen Mitarbeiter, die das Unternehmen freiwillig verlassen. Outplacement-Berater verfügen über ein hohes Maß an Branchen- und Funktionswissen, auch über ihr eigenes berufliches Umfeld hinaus.  Grundsätzlich hat die Beratung das Ziel, den Klienten in die Lage zu versetzen, seinen Berufsweg selbstverantwortlich zu gestalten und ihm die dazu erforderlichen Informationen, Kompetenzen, Einstellungen und Verhaltensweisen zu vermitteln.

DIE STÄRKEN EINES FREIWILLIGENPROGRAMMS

Mit dem Instrument des Freiwilligenprogramms kann ein Unternehmen den Personalumbau so steuern, dass der Umbau genau dort erfolgt, wo Überkapazitäten bestehen. Mit diesem Vorgehen vermeiden Arbeitgeber die Sozialauswahl, die mit vielen hinlänglich bekannten Nachteilen verknüpft ist. Denn dabei verlieren sie unter Umständen Potenzialträger, die sie für die Neuausrichtung des Unternehmens benötigen.
Ebenso entsteht ein weiterer positiver Effekt: Mitarbeitern, die ohnehin schon innerlich gekündigt im Unternehmen tätig sind, wird durch das Beratungsangebot die Entscheidung für eine Trennung leichter gemacht.
Mit der doppelten Freiwilligkeit lassen sich ebenso arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen verhindern, die häufig auf betriebsbedingte Kündigungen folgen. Die arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen können die Ziele, die mit dem Personalabbau verbunden sind, so weit hinauszögern, dass Unternehmen ihre Steuerungsfähigkeit verlieren.
Unternehmen wissen, dass die Öffentlichkeit Einzelkündigungen und Massenentlassungen sehr sensibel wahrnimmt. Deshalb setzen sie oft auf die Alternative der Freiwilligkeit, um angestrebte Umstrukturierungen ohne betriebsbedingte Kündigungen zu realisieren.

FAZIT

Nach unserer Erfahrung gelingt es Arbeitgebern auf diesem Weg, auf Kündigungen ganz zu verzichten oder die Anzahl der Kündigungen deutlich zu reduzieren. Die Alternative einer selbstverantwortlichen Karriereentscheidung  wird auch von der Belegschaft positiv wahrgenommen. Insgesamt verläuft der Anpassungsprozess über Freiwilligkeit  wertschätzender und reibungsloser. Außerdem wird positiv gewertet, dass Unternehmen, die für sich selbst bei unternehmensstrategischen Vorhaben Beratung von außen beanspruchen, auch den Mitarbeitern den Zugang zu externen Beratern mit ihrem Know-how verschaffen.

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